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Prävention mit Theater und HIV-Test in Westkenia
Aids & Kind

Prävention mit Theater und HIV-Test in Westkenia

In Mumias, Westkenia, gibt es vor allem Armut, Zuckerfabriken, Fernfahrer und in der Folge eine überproportionale HIV/Aidsrate. Die unter diesen Umständen lebenswichtige Prävention erreicht die Kinder und Jugendlichen kaum, weil sich die Lehrkräfte mit dem Tabuthema Sexualität schwer tun.

Die kulturellen Normen verbieten es ihnen als Respektpersonen eigentlich, darüber zu sprechen. Die Kinder werden jedoch früh geschlechtsreif und setzen sich aufgrund der höhen HIV/Aids-Prävalenz, mit ungeschütztem Sex einem sehr hohen Risiko aus. Daher trägt unser Partner SAIPEH die Prävention mit Theater und Gesundheitssprechstunden in die Schulen. Diese Form von Informationsvermittlung hat in der Kultur der rund um Mumias lebenden Ethnie der Luhiya einen sehr hohen Stellenwert und Glaubwürdigkeit. SAIPEH trainiert auch Lehrkräfte mit einem eigens für den kenianischen Syllabus erarbeiteten Handbuch, das es den Respektpersonen leichter machen soll, über das Tabuthema zu informieren.

Ergänzt werden die Präventionsveranstaltungen mit mobilen Schwangerschafts- und HIV-Tests, die SAIPEH ergänzend zu den Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen zwei mal jährlich niederschwellig an 18 Primar- und 9 Sekundarschulen vornimmt. Diese Kombination ermöglicht das Testen auf HIV/Aids, das immer noch mit vielen Tabus, Stigma und Ängsten belegt ist.

Projektziel
Verbessertes Wissen und Schutzverhalten durch alters- geschlechts- und kulturgerechte Aufklärung und HIV/Aidsprävention bei Schülerinnen und Schülern an monatlich je 2 Primar- und einer Sekundarschule. Jährlich werden 12’500 Kinder erreicht. In den drei Jahren der Projektdauer können so alle Primar und Sekundraschulen der Provinz erreicht werden. Verringern der Mutter-Kind-Übertragungsrate und verbesserte Durchtestung zum Unterbrechen von HIV-Übertragungen bei jährlich 6’200 jungen Mädchen. (2012)