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58 Frauengruppen gegen häusliche Gewalt
Elisabethenwerk des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF)

58 Frauengruppen gegen häusliche Gewalt

60% der ugandischen Frauen ab 15 Jahren haben physische Gewalt erlitten. Vor diesem Hintergrund entstand die Grundidee für ein Projekt zur Reduktion häuslicher Gewalt.

Die Uganda Rural Community Support Foundation URCSF hat bereits viel Arbeit in den genannten Regionen geleistet, insbesondere im Bereich nachhaltige Landwirtschaft. So sind 58 Frauengruppen in den ländlichen Regionen von Rakai und Masaka entstanden. Diese Gruppen haben das Thema der häuslichen Gewalt als eines der schwierigsten in ihrem Umfeld erkannt und möchten es angehen.

Ziel: Reduktion häuslicher Gewalt und Erweiterung der Kenntnisse in verschiedenen Lebensbereichen

Unterziele: - Schaffung einer Basis für friedlicheres Zusammenleben in der Familie. - Aufbau eines Trainings- und Beratungssystems in den Frauengruppen und Sensibilisierung in den Dörfern allgemein. Wichtig ist, dass die Männer auch erreicht werden. - Breitere Wissensbasis bei den Frauen in den Gruppen. - Die Bevölkerung im Sendebereich des regionalen Radios wird zum Thema häusliche Gewalt sensibilisiert.

Methoden und Aktivitäten: 15 Vertreterinnen aus den Gruppen mit genügender Grundschulbildung besuchen eine siebentägige Schulung zu folgenden Themen:

- Führung; -  Entwicklung; - zwischenmenschliche Beziehungen; - teilnehmendes Zuhören; - Kommunikation; - Gruppenmanagement; - Management; - Nahrung und Ernährung; - Rolle von Tierhaltung und Landwirtschaft; - Menschenrechte;  - Gewalt / Konfliktbearbeitung; - Zusammenleben / Alltagsorganisation in Familien mit einem Elternteil; - Projektplanung; - Beratung; - Gesundheit (HIV/Aids) und weitere von der Kursgruppe als relevant erachtete Themen.

Die 15 Teilnehmerinnen werden für ihre Arbeit in den Dörfern und Weilern entschädigt und erhalten als zusätzlichen Motivator ein Fahrrad. Zwischen den Schulungen erhalten sie Aufgaben zur Vertiefung der Themen und müssen in Kontakt kommen, mit den verschiedenen Gruppen und Ansprechpersonen (Führungspersonen in den Gemeinden, Haushalte, etc.). Sie werden in allen 58 Gruppen Schulungen durchführen und als Beraterinnen zur Verfügung stehen. Durch Hausbesuche sollen auch die Männer mit an Bord geholt. Ausserdem werden im Radio – in Zusammenarbeit mit der Fachstelle gegen häusliche Gewalt in Masaka - zwei Sendungen pro Monat ausgestrahlt: es wird über über Anlaufstellen informiert und es gibt eine Fragestunde. (2013)